Falkner

 

übermittler zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, Lichtgestallt und Vogel des Kriegers – der Falken ist Bestandteil der Mythologie vieler alter Völker. Es war auch die Falknerei, die den Kaiser Friedrich II. während Jahren veranlasste, die Regierungsgeschäfte zu vernachlässigen um das bemerkenswerte Werk „Von der Kunst, mit Vögeln zu jagen“ zu verfassen. Wie ein Geschoss stürzt er vom Himmel auf die Beute und kann dabei eine Geschwindigkeit von über 180 Stundenkilometern erreichen. Seit der Einsatz von gefährlichen Giften in der Landwirtschaft verboten wurde, wächst der Falkenbestand in der Schweiz wieder. Man braucht aber schon etwas Glück, den Greifvogel in freier Wildbahn beobachten zu können und sich einem Falken auf bis zu 50 cm. zu nähern ist völlig unmöglich. In Sempach bietet sich die Gelegenheit dazu. Nicht dass hier die Falken weniger scheu wären, nein, es liegt ganz einfach daran, dass der Falkner Eric Widmer unser Mittelalterspektakel beehrt. Er führt in St. Gallenkappel eine Greifvogelpflegestation, ist ein genialer Präparator und ein Fachmann wenn es um Greifvögel geht. Man sieht den Tieren förmlich an, dass sie bei ihm in besten Händen sind.